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WESTKÜSTE100

Im Projekt WESTKÜSTE100 ist es geplant grünen Wasserstoff mit Strom aus erneuerbaren Energiequellen in einer Elektrolyse-Anlage im industriellen Maßstab herzustellen. Dieser grüne Wasserstoff wird im industriellen Prozess in der Raffinerie Heide, im Erdgasnetz zur Wärmeversorgung sowie in einer Wasserstoff-Tankstelle zum Einsatz kommen. Dadurch wird unter realen Bedingungen die Dekarbonisierung von Industrie, Mobilität und Wärmesektor umgesetzt.

Fakten

Investitionsvolumen:
89 Mio. €
Fördermittel:
36,5 Mio. €
Projektstatus:
in Vorbereitung
Projekttyp:
Reallabor der Energiewende (BMWi)
Strombezug (Quelle):
erneuerbarer Strom, primär Windenergie
Anzahl H2-Tankstellen:
In einem separaten Projekt ist eine Tankstelle mit 350bar in Hemmingstedt geplant.
Abwärmenutzung:
Wird im Zuge der Planung geprüft.
Einsparung klimawirksamer Treibhausgase:
Mit der geplanten 30-MW-Elektrolyse-Anage werden ca. 31.000 t CO2 pro Jahr eingespart.

Standorte

H2-Produktion:
Auf dem Gelände der Raffinerie Heide in 25770 Hemmingstedt

Abwärmenutzung: 
Noch offen

H2-Tankstelle:
25770 Hemmingstedt an der A23 Abfahrt Heide Süd

Technische Informationen

Wasserstofferzeugung/-bezug:
30MW PEM-Elektrolyse oder alkalische Elektrolyse geplant. Welche Form der Elektrolyse zum Einsatz kommen soll, wird derzeit noch geprüft.

H2-Speicher:
Wasserstoff soll in einer nahe gelegenen Kaverne gespeichert werden. Das Ziel dabei ist es einen kontinuierlichen Stoffstrom grünen Wasserstoffs für die industrielle Nutzung bereitstellen zu können.

H2-Nutzung:

  • Raffinerieprozess
  • Einspeisung von Wasserstoff ins Erdgasnetz
  • Versorgung einer oder mehrerer Tankstellen über Folgeprojekte
  • Machbarkeitsstudie zur Herstellung von Methanol

Weitere Nebenprodukte:
Die Nutzung des bei der Elektrolyse ebenfalls entstehenden Sauerstoffs in einem regionalen Zementwerk wird geprüft. Die Studien sollen belastbare Annahmen über die technische und wirtschaftliche Machbarkeit der nachgelagerten CO₂-Auskopplung, -Aufbereitung und -Weiterleitung zur nachgeschalteten Methanolsynthese liefern. Dabei muss der durch Elektrolyse gewonnenen Sauerstoff zum Zementwerk der Holcim (Deutschland) GmbH nach Lägerdorf transportiert werden, wo er künftig in den Verbrennungsprozess eingespeist werden soll. Mittels Oxyfuel-Verfahren ließen sich nahezu 100 Prozent der CO₂-Emissionen bei der Zementherstellung abscheiden. Das Abgas kann anschließend weiter zu einem hochreinen CO₂-Gas als Ausgangsstoff für die chemische Industrie aufbereitet und als Rohstoff in anderen Wirtschaftssektoren eingesetzt werden. 

Geplante Erweiterung(en):
Die Projektlaufzeit von WESTKÜSTE100 beträgt 5 Jahre. Mit der 30MW Elektrolyse sollen zunächst Erkenntnisse zu Betrieb, Wartung, Steuerung und Netzdienlichkeit gewonnen werden. Innerhalb des Projektes wird ein verzweigtes Wasserstoffnetz zwischen der Raffinerie, dem Kavernensystem, den Stadtwerken, und dem bestehenden Erdgasnetz aufgebaut. Für das Netz zwischen Raffinerie Heide und den Stadtwerken Heide kommt eine erstmalig eingesetzte Pipelinetechnologie zum Einsatz. Innerhalb der Projektlaufzeit werden außerdem Machbarkeitsstudien zum Oxyfuel-Verfahren und zur Methanolsynthese sowie Handlungsempfehlungen zur raumplanerischen und systemischen Integration eines Upscale-Szenarios erstellt.

Ansprechpartner

Dr. Marcel Goelden
Raffinerie Heide GmbH

Partner

7 Industrieunternehmen, ein KMU, ein Unternehmen aus dem öffentlichen Sektor und eine Forschungseinrichtung.

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