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Betankungsschiffe für LNG und nachhaltige erneuerbare Kraftstoffe (Betankungsschiff RL)

Kurzbeschreibung des Förderinhalts

Die Maritime Energiewende erfordert, dass Schiffsantriebe von fossilen auf nachhaltige alternative Kraftstoffe umgestellt werden, damit die Schifffahrt klima- und umweltfreundlicher wird. Es werden verschiedene nachhaltige alternative Kraftstoffe und Antriebstechnologien diskutiert, erforscht, erprobt und weiterentwickelt, die mittel- bis langfristig die Defossilisierung erreichen sollen.
Im Fokus stehen dabei verschiedene synthetische Kraftstoffe auf Basis von erneuerbaren Energien (sogenannte eFuels). Dabei werden beispielsweise Methanol oder Wasserstoff und Ammoniak auf Basis von erneuerbaren Energien als Kraftstoffe diskutiert. Keine technologische Lösung hat sich bisher als bevorzugte Wahl unter verschiedenen Alternativen herauskristallisiert.  
Mit diesem Förderprogramm werden finanzielle Anreize für Investitionen in den Neubau von Betankungsschiffen für LNG und nachhaltige erneuerbare Kraftstoffalternativen gesetzt. Dadurch soll ein Beitrag zum Aufbau der Betankungsinfrastruktur für LNG und nachhaltige erneuerbare Kraftstoffalternativen, zur Stärkung der Nachfrage nach diesen Kraftstoffen, zur Reduzierung der Luftschadstoff- und Partikelemissionen der Seeschifffahrt und zur Förderung der maritimen Wirtschaft zur Abmilderung der Folgen der COVID19-Pandemie geleistet werden.  
Fördergegenstände:  

  • Gefördert werden Investitionen in den Neubau von Betankungsschiffen für LNG und nachhaltige erneuerbare Kraftstoffalternativen, die bei einer Werft mit Betriebsstätte oder Niederlassung in Deutschland in Auftrag gegeben werden.
  • Gefördert werden Projekte mit einer maximalen Laufzeit von drei Jahren

Betankungsschiffe im Sinne dieser Förderrichtlinie sind 

  • selbstangetriebene Schiffe oder solche ohne eigenen Antrieb (Barge),
  • die mit Hilfe von LNG oder nachhaltigen erneuerbaren Kraftstoffalternativen betrieben werden und
  • die als See- oder Binnenschiffe in einem deutschen Schiffsregister eingetragen werden (Heimathafen oder Heimatort) und die Flagge eines Mitgliedstaats der EU oder des EWR9 führen, und deren Zweck darin besteht, Schiffe mit LNG oder nachhaltigen erneuerbaren Kraftstoffalternativen zu betanken. 

Listung der Antragsberechtigten

  • Unternehmen (juristische Personen des öffentlichen und des privaten Rechts) mit einer Betriebstätte oder Niederlassung in Deutschland. 

Förderhöhe, Förderquote

  • Die Zuwendung beträgt bis zu 35 % der beihilfefähigen Ausgaben, wenn die gesamten beihilfefähigen Ausgaben des Neubaus eines Betankungsschiffs bis zu 50 Millionen Euro betragen.
  • Die Zuwendung beträgt bis zu 25 % der beihilfefähigen Ausgaben, wenn die gesamten beihilfefähigen Ausgaben des Neubaus eines Betankungsschiffs über 50 Millionen Euro und bis zu 130 Millionen Euro betragen.

Wird beim Neubau eines Betankungsschiffs dieses bereits für eine zukünftige Umstellung zum Einsatz von besonders korrosiven Kraftstoffen wie Ammoniak oder Methanol schiffbaulich vorbereitet, so werden die oben genannten Zuwendungshöchstquoten um bis zu 5% der zuwendungsfähigen Ausgaben erhöht. 

Art der Förderung

Zuschuss

Laufzeit des Programms
31.12.2023
Bewerbungsfristen
31.01.2022
Kontaktdaten Mittelgeber / Projektträger

Bundesamt für Wirtschaft und  Ausfuhrkontrolle (BAFA) 
Referat 423 
Frankfurter Straße 29 - 35 
65760 Eschborn 

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