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AquaPortus

Das Projekt AquaPortus gehört zur Projektfamilie der AquaVentus Initiative und stellt einen Teilaspekt der Wertschöpfungskette von grünem Wasserstoff dar. Hier: Nutzung, Speicherung und Transport. Insgesamt gehören zur AquaVentus-Projektfamilie sechs Teilprojekte.

H2-Anlieferung
H2-Speicher
H2-Verkauf
Projektspezifische Wertschöpfungskette: H2-Anlieferung - H2-Speicher - H2-Verkauf

Fakten

Investitionsvolumen:
Über 50 Mio. €
Fördermittel:
Bisher keine direkten Fördermittel. Durch BMBF-Leitprojekt „TransHyDE Umsetzungsprojekt Helgoland“ aber ca. 12 Mio. Euro Fördermittel für Erforschung und Entwicklung der LOHC-Technologie.
Projektstatus:
In Vorbereitung
Projekttyp:
Investitionsprojekt mit öffentlicher Förderung
Abwärmenutzung:
Die Abwärme aus der Hydrieranlage soll für die Insel-Wärmeversorgung genutzt werden.
Einsparung klimawirksamer Treibhausgase:
Bis zu 6.000 t CO2-Einsparung pro Jahr auf Helgoland, durch Substitution der fossilen Wärmeversorgung und weitere Einsparungen durch die spätere Nutzung des Grünen Wasserstoffs.

Standorte

LOHC Infrastruktur:
Hydrierung auf dem Gelände der Versorgungsbetriebe Helgoland (Nord-Ost-Land). Logistik erfolgt auf dem Südhafengelände, die Dehydrierung findet in Hamburg statt.

H2-Nutzung:
Auf dem Festland und ggf. teilweise auch auf Helgoland

Abwärmenutzung:
Auf Helgoland

 

 

 

Technische Informationen

Allgemeines:
In AquaPortus werden die ersten offshore produzierten Grünen Wasserstoffmengen des Projektes AquaPrimus genutzt. Durch eine Pipeline, AquaDuctus, wird der Grüne Wasserstoff nach Helgoland transportiert und dort an LOHC (Liquid Organic Hydrogen Carrier) – konkret das Thermalöl Benzyltoluol – gebunden. Die dafür erforderliche Infrastruktur, eine Hydrieranlage, könnte bei den Versorgungsbetrieben Helgoland errichtet werden. Bei der Hydrierung des Grünen Wasserstoffs entsteht Abwärme, die für die Wärmeversorgung der Insel genutzt werden kann. Auf Helgoland sind auch erste Wasserstoff-Mobilitätslösungen denkbar wie eine Wasserstoff-Dünenfähre oder Service-Schiffe für die Offshore-Windparks.

Das aufgeladene LOHC wird mittels Tanker oder Containerschiff in den Hamburger Hafen transportiert. Dort wird der Grüne Wasserstoff durch Dehydrierung vom LOHC gelöst und vor Ort den entsprechenden Anwendungen zugeführt. Das entladene LOHC wird dann wieder nach Helgoland verschifft, sodass es erneut mit Wasserstoff aufgeladen werden kann.

Mit LOHC ist es möglich, den Grünen Wassersoff verlustfrei, flexibel und sicher zum Festland zu transportieren. Benzyltoluol eignet sich besonders als Träger, weil es schwer entflammbar und nicht explosiv ist. Die Handhabung des LOHC funktioniert unter Umgebungsbedingungen, sodass für Speicherung und Transport die bestehende Infrastruktur für Flüssigbrennstoffe genutzt werden kann. Zudem kann LOHC Wasserstoff mehrerer hundert Male binden, ähnlich einem Pfandsystem.

Die Leitung des Projektes erfolgt durch die Tewis Projektmanagement GmbH.

Wasserstofferzeugung/-bezug:
Grüner Wasserstoff aus dem Projekt AquaPrimus, vor Helgoland, welcher mittels Pipeline (AquaDuctus) nach Helgoland transportiert wird.

H2-Speicher:
Grüner Wasserstoff wird an den Träger LOHC, in diesem Fall Benzyltoluol, gebunden, um ihn flexibel und sicher transportieren und lagern zu können. LOHC steht für „Liquid Organic Hydrogen Carrier“, also flüssige organische Wasserstoffträger. Die Wasserstoffmoleküle werden durch Hydrierung chemisch an das Trägermaterial gebunden und können sicher und verlustfrei transportiert werden. 

H2-Nutzung:
Vor dem Hintergrund der Dekarbonisierung der Insel Helgoland soll die Abwärme aus dem Hydrierprozess für die Wärmeversorgung vor Ort genutzt werden. Der Grüne Wasserstoff wird dann auf dem Festland eingesetzt, nachdem er verschifft und in Hamburg dehydriert wurde. Ggf. kann ein Teil des Wasserstoffs auf Helgoland für maritime Anwendungen verwendet werden.



 

 

  

Visualisierung des möglichen LOHC-Umschlags am Helgolandkai mit einem Tankschiff. Copyright: Jakob Martens

Ansprechpartner

Christoph Tewis
Tewis Projektmanagement

Partner

Die AquaPortus-Projektpartner sind: die Gemeinde Helgoland, die Versorgungsbetriebe Helgoland GmbH (VBH), die Hafenprojektgesellschaft Helgoland mbH (HGH), die Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA), die Hydrogenious LOHC Technologies GmbH und die Tewis Projektmanagement GmbH (TePM). 

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