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H2 Akteure in SH

Landeskoordinierungsstelle Wasserstoffwirtschaft Schleswig-Holstein – vernetzen, beraten, sichtbar machen

Vision: Eine funktionierende Wasserstoff-Infrastruktur in Schleswig-Holstein schaffen, Unternehmen und Projekte bei der Umsetzung begleiten und dazu beitragen, dass bis 2035 eine tragfähige Wasserstoffwirtschaft entsteht.

Das Team der Landeskoordinierungsstelle Wasserstoffwirtschaf

Ende 2020 wurde die Landeskoordinierungsstelle Wasserstoffwirtschaft Schleswig-Holstein (LKS) im Auftrag des Ministeriums für Energiewende, Klimaschutz, Umwelt und Natur (MEKUN) ins Leben gerufen. Anlass war die hohe Nachfrage nach Informationen im Zuge der ersten Wasserstoffstrategie des Landes: Unternehmen, Kommunen und Bürgerinnen und Bürger suchten Orientierung – und brauchten eine zentrale Anlaufstelle. Diese Aufgabe übernahm die LKS, die seitdem als Abteilung der Wirtschaftsförderung und Technologietransfer Gesellschaft Schleswig-Holstein GmbH (WTSH) eng mit den weiteren Themenfeldern des Hauses verknüpft ist.

Vier Handlungsfelder für den Aufbau der Wasserstoffwirtschaft

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Die Arbeit der LKS konzentriert sich auf vier Schwerpunkte: Projektberatung, Öffentlichkeitsarbeit, Wissenstransfer und Vernetzung. Dabei geht es sowohl um die Begleitung konkreter Projekte als auch um den Dialog mit Bürgerinnen und Bürgern. „Wir wollen die Unternehmen eng begleiten, aber auch die Bevölkerung abholen und für das Thema Wasserstoff sensibilisieren“, erklärt Annika Erichsen, Leiterin der Landeskoordinierungsstelle.

In der Projektberatung unterstützt die LKS u. a. bei der Suche nach geeigneten Fördermöglichkeiten, bei der Partnersuche und bei der Flächenakquise. Außerdem besteht für Wasserstoffprojekte die Möglichkeit einer unabhängigen Prüfung und ggf. Weiterentwicklung der Vorhaben. Die Öffentlichkeitsarbeit macht laufende Projekte sichtbar und bereitet neue regulatorische Rahmenbedingungen verständlich auf. Der Wissenstransfer umfasst den Austausch zwischen Forschung, Wirtschaft und Politik, während die Vernetzung Akteurinnen und Akteure gezielt zusammenbringt – bilateral oder über Veranstaltungen.

Herausforderungen: Zeit, Förderung, Abnahme

Viele Projekte stehen aktuell vor ähnlichen Problemen. „Ein großes Thema ist die Zeitachse: Förderprozesse und Genehmigungen nehmen häufig mehr Zeit in Anspruch, während für die Inbetriebnahme oft enge Fristen gesetzt sind. Können diese nicht eingehalten werden, entstehen schnell wirtschaftliche Nachteile“, beschreibt Erichsen die Lage. Hinzu kommt die schwierige Abnahmeplanung: „Der produzierte Wasserstoff ist derzeit noch teuer, und es gibt zu wenig langfristig gesicherte Abnehmer. Förderung ist deshalb nach wie vor essenziell, um die Risiken abzufedern.

Gleichzeitig zeigten sich in den vergangenen Jahren deutliche Fortschritte in der Wasserstoffwirtschaft. So wurden beispielsweise Genehmigungsverfahren für Elektrolyseure unter 5 MW vereinfacht, der § 13k EnWG („Nutzen statt Abschalten“) befindet sich in der Erprobungsphase, Elektrolysetechnologien haben sich weiterentwickelt, und Elektrolyseure sind inzwischen besser verfügbar. Zudem wurde die Befreiung der Netzentgelte für reinen Elektrolysestrom eingeführt, und das neue Landesförderprogramm in Schleswig-Holstein ist gestartet.

Standortvorteile in Schleswig-Holstein

Trotz einiger Hürden sieht die LKS beste Voraussetzungen im Land. Die hohe Verfügbarkeit von Strom aus erneuerbaren Energien, geplante Netzausbauten sowohl strom- als auch gasseitig und Speichermöglichkeiten im Untergrund machen Schleswig-Holstein zu einem idealen Standort für die Produktion von grünem Wasserstoff.

Zusammenarbeit und Ausblick

Auch international baut die LKS Brücken. Neben Delegationsreisen aus Japan, Brasilien, Frankreich oder der USA liegt ein Schwerpunkt in der engen Kooperation mit Dänemark. „Wir schauen, was andere Länder bereits umgesetzt haben und was sich für uns in Schleswig-Holstein übertragen lässt“, so Erichsen.

Mit Blick auf die kommenden Jahre sieht die LKS ihre Rolle klar: Projekte begleiten, Flächen- und Standortplanung mitgestalten und den Aufbau von Energiehubs unterstützen. „2035 möchten wir eine funktionierende Infrastruktur sehen. Und wir wollen ein Teil davon gewesen sein“, fasst Annika Erichsen zusammen.

Landeskoordinierungsstelle Wasserstoffwirtschaft Schleswig-Holstein (LKS)
bei der WTSH GmbH
Lorentzendamm 24
24103 Kiel

Gründung: Ende 2020 im Auftrag des Ministeriums für Energiewende, Klimaschutz, Umwelt und Natur (MEKUN)

Landeskoordinierungsstelle Wasserstoffwirtschaft
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