
Für klimafreundlichen Schwerlastverkehr mit grünem Wasserstoff
Hypion entwickelt und betreibt integrierte H₂-Mobilitätslösungen in Norddeutschland
Die Hypion GmbH treibt den Markthochlauf von grünem Wasserstoff über den Schwerlastverkehr aktiv voran. Der Projektentwickler mit Sitz in Kiel versteht sich als Systemintegrator für wirtschaftlich tragfähige Wasserstofflösungen – von der Erzeugung über Transport und Verteilung bis hin zur Anwendung in Mobilität und Industrie. Der Name ist dabei Programm: Hypion steht für Hydrogen Pioneer.
Im Fokus der Hypion liegt stets der Aufbau funktionierender H₂-Ökosysteme. Hypion begleitet Vorhaben von der frühen Idee über eine Konzeptphase, die Finanzierung, Genehmigung und Umsetzung bis hin zum Betrieb und Skalierung. Ziel ist es, nachhaltige Marktstrukturen zu befördern, die dauerhaft zur Dekarbonisierung und Defossilisierung unserer Systeme beitragen.
„Wir wollen wirtschaftlich erfolgreiche Systeme in die Umsetzung bringen, die sich nachhaltig am Markt etablieren“, sagt Hypion-Geschäftsführer Dr. Stefan Rehm. Der gebürtige Hamburger hat auch einen persönlichen Antrieb, wie er verrät: „Ich möchte einen Beitrag leisten, im Idealfall einen positiven Fußabdruck hinterlassen, der dazu führt, dass wir tatsächlich auf breiter Front eine sinnvolle Transformation Richtung Nachhaltigkeit bewegt bekommen.“ Und das gehe aus seiner Sicht nicht allein: „Da brauchen wir viele Innovatoren – das ganze Team von Hypion, unser Netzwerk, aber auch Partner aus unterschiedlichen Branchen, der Politik und Verwaltung in Schleswig-Holstein. Wir müssen uns gemeinsam nach vorne bewegen und kluge Lösungen generieren.“
Vom Pilotprojekt zum operativen Betrieb
Ein zentraler Meilenstein für Hypion war die Realisierung und Inbetriebnahme der ersten Wasserstoff-Tankstelleninfrastruktur mit 2-Tonnen täglicher Vertankungskapazität in Europa im November 2023 in Schleswig-Holstein. Die H₂-Tankstelle in Neumünster ist inzwischen im Regelbetrieb, ebenso ein weiterer Standort in Lübeck. Beide Anlagen versorgen insbesondere den schweren Straßengüterverkehr und sind wichtige Bausteine für emissionsfreie Transportketten im Norden.
Durch die Realisierung dieser zwei Wasserstoffinfrastrukturvorhaben hat Hypion den Übergang von der Konzept- hin zur Betriebsphase gemeistert und nutzt die gewonnen Erfahrungen gezielt für die Planung weiterer wirtschaftlich gesicherter Vorhaben, sowie für die Standardisierung von Prozessen in der Projektentwicklungsphase.
Der Fokus liegt dabei nicht allein auf der Tankstelle, sondern auf dem gesamten System aus Wasserstoffproduktion, Verteilung und Absatz.
Blaupause für eine skalierbare Wasserstoffmobilität
Hypion hat eine skalierbare Blaupause für den Einsatz von grünem Wasserstoff im Schwerlastverkehr geschaffen. Die Erkenntnisse aus den bestehenden Standorten fließen systematisch in neue Projekte in Schleswig-Holstein und darüber hinaus ein. Geprüft und entwickelt werden weitere H₂-Mobilitätsknoten.
Aus funktionsfähigen H2-Hubs werden Cluster und langfristig ein verlässliches Basisnetz für wasserstoffbetriebene Nutzfahrzeuge entstehen. Durch die zunehmende Verfügbarkeit von Infrastruktur und Fahrzeugen können Speditionen und Industrieunternehmen ihre Flotten schrittweise dekarbonisieren. Gleichzeitig steigt die planbare Nachfrage nach grünem Wasserstoff – ein entscheidender Faktor für Investitionen in Elektrolyse und erneuerbare Energien.
Marktaktivierung als Kernaufgabe
Als Projektentwickler bewegt sich Hypion bewusst an der Schnittstelle zwischen Technologie, Markt und Regulierung. Grüner Wasserstoff ist verfügbar, doch ein etablierter und transparenter Markt mit standardisierten Strukturen befindet sich noch im Aufbau. Jetzt sei der richtige Zeitpunkt: „Wir haben alle erforderlichen Bausteine – die Technologien, das Know‑how, die mutigen Akteure und einen eindeutigen Willen zur Marktaktivierung.“
Dabei bringt sich Hypion nicht nur konzeptionell, sondern auch finanziell in ausgewählte Projekte ein. „Wesentliche Akteure haben sich auf den Weg gemacht. Dabei orchestrieren wir den Prozess an ausgewählten Orten und bringen uns investiv mit ein, um durchdachte Lösungen für die Akteure und den Markt anbieten zu können“, so Rehm. „Jeder wird gefragt sein, sich mit seinen Möglichkeiten einzubringen – von Erzeugern erneuerbarer Energien über Anwender in Mobilität und Industrie bis hin zu Politik und Verwaltung.“
Der geografische Blick reicht dabei über Schleswig-Holstein hinaus. Norddeutschland und der Ostsee-Raum spielen eine zentrale Rolle, insbesondere im Kontext grenzüberschreitender, emissionsfreier Transportkorridore entlang der Jütland‑ und Fehmarnbelt‑Achse.
Aus Schleswig-Holstein für Norddeutschland und Europa
Hypion arbeitet daran, die Transformation des Schwerlastverkehrs pragmatisch und umsetzungsnah voranzubringen – nicht als Vision allein, sondern als funktionierendes System im täglichen Betrieb.
Mit operativen Projekten, wachsendem Netzwerk und klarer wirtschaftlicher Perspektive leistet Hypion einen aktiven Beitrag zum Aufbau einer integrierten grünen Wasserstoffwirtschaft – aus Schleswig-Holstein für Norddeutschland und Europa.
(Anmerkung der Redaktion: Das Video wurde 2023 gedreht, während der Aufbau-Phase für die Wasserstoff-Tankstelle in Neumünster.)
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