
Systemkompetenz für die gesamte Wasserstoff-Wertschöpfungskette
Vision: Mit tiefem Engineering-Know-how, technologischer Breite und systemischer Kompetenz gestaltet HYDAC die Wasserstoffwirtschaft aktiv mit – von der Komponente bis zum Gesamtsystem.
Die HYDAC-Gruppe mit Stammsitz im saarländischen Sulzbach und einem Außenbüro in Norderstedt zählt zu den weltweit führenden Anbietern im Bereich Hydraulik, Fluidtechnik und Systems Engineering. Seit 2006 engagiert sich das Unternehmen auch im Bereich Wasserstoff – zunächst mit einzelnen Anwendungen, heute mit einem systemischen Ansatz.
„Wir bieten Lösungen entlang der gesamten Wasserstoff-Wertschöpfungskette. Das reicht von einzelnen Komponenten wie sicherheitszertifizierter Drucksensorik oder leistungsfähigen Filtern bis hin zum Subsystem. Damit leisten wir einen entscheidenden Beitrag für industrielle Wasserstoffanwendungen und H2-Mobilität“, sagt Christof Gränitz, Leitung Hydrogen & Advanced Solutions von HYDAC.
Ob Elektrolyse, Infrastruktur oder Nutzung – HYDAC liefert sowohl Einzelkomponenten als auch vollständige Systemlösungen.
Das Portfolio umfasst mehr als 50 Produkte – darunter Filter, Sensoren, Ventile, Steuerungen, Wärmetauscher oder Befestigungstechnik –, die in zahlreichen Wasserstoffanwendungen wie Elektrolyseuren, Brennstoffzellenanlagen oder Wasserstofftankstellen zum Einsatz kommen. Auch Subsysteme wie Thermomanagement-Module, Wasserstofftrocknung oder Sicherheitssensorik werden von HYDAC entwickelt und als Bestandteil sogenannter Balance-of-Plant-Systeme in Elektrolyse- oder Brennstoffzellenanlagen eingesetzt.
Technologie mit System – von der Komponente bis zum MicroGrid
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf dem Bereich der „Balance of Plant“ (BoP), also allen unterstützenden Prozessen rund um den Elektrolyse-Stack. „Mit über 60 Jahren Kenntnissen im Fluid-Engineering bringen wir entscheidende Systemkompetenz in den Bereich Wasserstoff“, so Gränitz. Diese Expertise ermöglicht es HYDAC, Komponenten nicht nur individuell zu entwickeln, sondern modular in ganze Anlagen zu integrieren.
Ein Beispiel dafür ist das in Geesthacht entwickelte Wasserstoff-MicroGrid.
In Zusammenarbeit mit dem Helmholtz-Zentrum Hereon und der Helmut-Schmidt-Universität in Hamburg entstand im Jahr 2024 ein lokal autarkes Energiesystem, das Elektrolyse, Wasserstoffspeicherung, Verdichtung und Rückverstromung über eine Brennstoffzelle intelligent miteinander verknüpft.
„Die Herausforderung war, die thermochemischen Prozesse so zu steuern, dass sie effizient für Elektrolyse und Brennstoffzelle nutzbar werden – mit geregelten Wärmetauschern, Kompressorkühlungen, Speichern und Regeltechnik haben wir dafür eine Lösung geschaffen“, erklärt Dr. Helge Heinken, Produktmanager bei HYDAC Hamburg/Bremen am Standort Norderstedt.
Flexibler Einsatz für Infrastruktur und Industrie
Auch im Bereich der Wasserstoff-Infrastruktur ist HYDAC breit aufgestellt. Das Unternehmen beschreibt sich selbst als „Schweizer Taschenmesser“: „Wir können sehr schnell auf technische Anforderungen reagieren, weil wir auf ein breites Portfolio zurückgreifen – oder neue Komponenten zielgerichtet anpassen“, sagt Gränitz. Die Anwendungen reichen von Tankstellenkomponenten über Druckregelstrecken für Verbrennungsmotoren bis hin zu Sicherheits- und Steuerungssystemen für industrielle Wasserstoffprozesse.
Ein zunehmend wichtiger Anwendungsbereich sind mobile Maschinen, etwa in der Bau- oder Landwirtschaft. HYDAC entwickelt hierfür Subsysteme für Tanksysteme, Brennstoffzellen-Integration und Motorsteuerung. „Unser Ziel ist es, Maschinen wasserstofffähig zu machen – das heißt, wir helfen OEMs, also Erstausrüstern, Wasserstofftechnologien zuverlässig in ihre Produkte zu bringen“, so Gränitz.
Wasserstoffstandort Schleswig-Holstein als Motor für Innovation
Die Nähe zu erneuerbaren Energien, regionalen Netzwerken und forschungsstarken Partnern macht Schleswig-Holstein zu einem wichtigen Standort für HYDACs Wasserstoffstrategie. Das Außenbüro Hamburg/Bremen spielt dabei eine zentrale Rolle. „Der Norden Deutschlands ist seit Jahren Vorreiter in Sachen Windkraft – Wasserstoff ist die logische Erweiterung“, sagt Dr. Heinken. HYDAC ist hier nicht nur in Projekten aktiv, sondern auch im engen Austausch mit Hochschulen und Netzwerken.
Die regionale Verankerung ist für das Unternehmen strategisch wichtig.
„Wir sehen Potenzial direkt vor der Haustür – und nutzen es gemeinsam mit unseren Partnern“, so Gränitz. Projekte wie das MicroGrid zeigen, wie durch Forschung, industrielle Umsetzung und Systemdenken marktfähige Wasserstofflösungen entstehen können.
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Zukunftspläne und Visionen für die Wasserstoffwirtschaft
Die Entwicklung des MicroGrid-Projekts war zugleich ein inhaltlicher Impuls für die strategische Weiterentwicklung der Wasserstoffaktivitäten bei HYDAC. Die Erfahrungen aus der Umsetzung – etwa bei der intelligenten Kopplung von Elektrolyse, Wasserstoffspeicherung, Wärmenutzung und Rückverstromung – haben gezeigt, welches Potenzial in integrierten Systemlösungen steckt. Um diese Zukunftsthemen gezielt voranzutreiben, gründete HYDAC im Jahr 2023 die New Technologies GmbH mit Sitz in Sulzbach. „Das war für uns auch ein klares Commitment gegenüber dem Markt“, sagt Gränitz.
Zukünftig soll das MicroGrid-Konzept weiter skaliert werden – sowohl für kleinere Leistungsbereiche als auch für industrielle Anwendungen. Parallel dazu werden bestehende Komponenten weiter industrialisiert, neue Produkte entwickelt und die Zusammenarbeit mit Partnern ausgebaut. „Die Skalierbarkeit solcher Lösungen – technisch, wirtschaftlich und anwendungsbezogen – ist für uns der Schlüssel, um Wasserstoff in den industriellen Alltag zu bringen“, erklärt Dr. Heinken abschließend.
HYDAC International GmbH
Gründung: 1963
Mühlenweg 131
22844 Norderstedt
www.hydac.com/de-de

