
Dräger – Sicherheit für die Wasserstoffwirtschaft
Vision: Technik für das Leben – sichere und nachhaltige Lösungen für die Energiewende
Die Drägerwerk AG & Co. KGaA aus Lübeck entwickelt seit 1889 Produkte der Medizin- und Sicherheitstechnik. Das Unternehmen ist familiengeführt und heute weltweit tätig mit rund 16.000 Mitarbeitenden in mehr als 190 Ländern. Unter der Leitidee „Technik für das Leben“ bietet Dräger Lösungen für Krankenhäuser, Feuerwehren, Rettungsdienste, Behörden, die Industrie sowie den Bergbau an. Auch in der Wasserstoffwirtschaft ist Dräger aktiv: Mit bewährtem Sicherheits-Know-how begleitet das Unternehmen die Energietransformation.
„Wir beschäftigen uns bereits seit Jahrzehnten mit der Wasserstoffsicherheit. Mit unseren Erfahrungen und unseren Lösungen tragen wir dazu bei, die Dekarbonisierung sicher zu gestalten“, erklärt Lars Traut, Experte für Wasserstoffsicherheit bei Dräger.
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Erfahrungen und Systemlösungen für Wasserstoffanwendungen
Dräger setzt bei der Absicherung von Wasserstoffprozessen auf ein ganzheitliches Systemangebot. Dazu zählen persönliche Schutzausrüstungen, mobile und stationäre Gasmesstechnik sowie Beratungsdienstleistungen im Bereich Risikoanalyse und Notfallmanagement. Kunden werden vom ersten Kontakt an begleitet – von der Bewertung bestehender Risiken über die Auslegung von Schutzkonzepten, das Training für die Anwendenden bis zur Installation und Wartung technischer Sicherheitssysteme.
„Es gibt nicht die eine Lösung für alle Anwendungen. Dafür sind die einzelnen Projekte zu unterschiedlich. Wir müssen uns mit den spezifischen Risiken und Herausforderungen jeder Anwendung auseinandersetzen“, erläutert Traut. „Häufig werden wir für Beratungen bei der Erstellung der Gefährdungsbeurteilung, Explosionsschutzdokumenten, aber auch zu Sicherheitskonzepten und Trainings angefragt.“ Diese Beratung wird unter dem Begriff Safety Emergency Management (SEM) zusammengefasst. Anschließend werden Schutzmaßnahmen gemäß der sogenannten STOP-Regel entwickelt: Substitution, technische, organisatorische und persönliche Maßnahmen greifen dabei sinnvoll ineinander und ergänzen sich gegenseitig.
Im Bereich der technischen Maßnahmen übernimmt Dräger unter anderem die Auslegung stationärer Gaswarnsysteme. Diese Systeme erkennen kritische Atmosphären frühzeitig und lösen automatische Gegenmaßnahmen wie Lüftung oder Alarme aus, bevor eine gefährliche Situation entsteht.
Spezielle Herausforderungen im Umgang mit Wasserstoff
Wasserstoff besitzt sicherheitstechnisch besondere Eigenschaften: Das Gas ist farb- und geruchlos, bildet bereits bei geringer Konzentration ein explosionsfähiges Gemisch und hat eine sehr niedrige Zündenergie. Zudem kann Wasserstoff durch seine geringe Molekülgröße in Materialien eindringen und sie beschädigen (Wasserstoffversprödung).
„Eine Wasserstoffflamme ist für das menschliche Auge nahezu unsichtbar und besitzt eine sehr hohe Temperatur. Diese physikalischen Besonderheiten erfordern angepasste Sicherheitskonzepte“, erklärt Lars Traut. Hinzu kommen die Herausforderungen im Umgang mit Wasserstoffderivaten wie Ammoniak oder Methanol, die zusätzliche toxische Gefahren bergen.
Mobile Gaswarngeräte warnen Anwendende im Gefahrenfall und können zur Überprüfung von potenziellen Leckagen eingesetzt werden. Sie unterstützen außerdem beim Freimessen von engen Räumen und Behältern sowie für die temporäre Überwachung von Bereichen.
Ergänzend unterstützt Dräger mit Trainings und Schulungen, Notfallplänen und Schutzausrüstungen den sicheren Umgang mit Wasserstoff und seinen Derivaten.
Netzwerke, Standortvorteile und Perspektiven
Am Standort Lübeck und in Schleswig-Holstein sieht Dräger ideale Voraussetzungen, um die Wasserstoffwirtschaft sicher voranzubringen. Die geografische Nähe zu innovativen Energieprojekten und die enge Vernetzung mit Forschungseinrichtungen schaffen günstige Rahmenbedingungen.
„Unser Ziel ist es, die Energiewende und den Aufbau der Wasserstoffwirtschaft aktiv mitzugestalten“, betont Traut. „Wenn der Sicherheitsaspekt von Beginn an in Projekte integriert wird, lassen sich spätere aufwendige Anpassungen vermeiden und ein reibungsloser Betrieb gewährleisten.“
Dräger engagiert sich aktiv in verschiedenen Wasserstoffnetzwerken in Schleswig-Holstein und darüber hinaus. Durch die Teilnahme an Symposien, Fachveranstaltungen und Onlineformaten bringt das Unternehmen seine Expertise frühzeitig in laufende und geplante Projekte ein.
„Vision Zero“ – Sicherheit als zentrales Ziel
Ein zentraler Grundsatz bei Dräger ist die „Vision Zero“: null Unfälle im Umgang mit Wasserstoff. Diese Philosophie prägt das tägliche Handeln – sowohl innerhalb des Unternehmens als auch im Umgang mit Kunden aus den Bereichen Industrie, Energieprojekte und öffentliche Einrichtungen. Das Unternehmen sieht die sichere Gestaltung der Wasserstoffwirtschaft als gesellschaftliche Verantwortung und technologischen Erfolgsfaktor.
„Jeder Unfall im Bereich Wasserstoff könnte große Auswirkungen auf das öffentliche Vertrauen in die Energiewende haben“, sagt Lars Traut. „Unser Ziel ist es, dass bei der Arbeit mit Wasserstoff niemand zu Schaden kommt und die Anlagensicherheit jederzeit gewährleistet ist.“
Mit umfassenden Lösungen, langjährigen Erfahrungen und dem Engagement im Rahmen der „Vision Zero“ leistet Dräger einen wichtigen Beitrag zum sicheren Aufbau der Wasserstoffwirtschaft – in Schleswig-Holstein, deutschlandweit und international.
„Sicherheit ist die Grundlage für den Erfolg der Wasserstoffwirtschaft. Unser Ziel ist es deshalb, von Anfang an sichere Lösungen zu schaffen, um das Vertrauen in neue Technologien weiter zu stärken.“
Drägerwerk AG & Co. KGaA
Moislinger Allee 53–55
23558 Lübeck
www.draeger.com
Gründung: 1889

